Auf dem Sprung in die Oberliga

Basketball: Hoxfeld versprüht Dominanz

Vor zwei Jahren bissen sie in den sauren Apfel, der alternativlos war. Freiwillig zogen sich die Basketballer des RC Borken-Hoxfeld in die 2. Regionalliga zurück – und zwar gleich zwei Etagen tiefer in die Landesliga. Aus Personalnot. „Das tat schon weh“, sagt Heiner Holtkamp und damit einer, dem man das abnimmt. Denn der Mannschaftsführer ist einer, der die hiesige Szene der Korbjäger prägt.

HOXFELD. Über die Hälfte seines Lebens spielt er nun schon für den Verein, erlebte mit ihm Höhen und eben auch Tiefen. Jetzt aber hat er mit dem Remigianer-Klub Großes vor. „Der Aufstieg in die Oberliga – das wäre schon eine tolle Geschichte, da hätte ich große Lust drauf“, sagt der 27-Jährige. Und nach sieben Landesliga-Spielen unterfüttert die Tabelle sowohl die starke Entwicklung der Mannschaft als auch die glänzenden Aussichten. Die Hoxfelder sind ungeschlagen. Und die hartnäckigste Konkurrenz aus Lette und Lüdinghausen hat Schwierigkeiten, dem Spitzenreiter auf den Fersen zu bleiben.

„Das hatten wir so nicht erwartet“, gesteht der Flügelmann und Leitwolf eines Teams, das vor der Saison doch eigentlich an Größe verlor. In körperlicher Hinsicht. Denn neben Aufbau Dennis Dunker und Flügel Jens Passerschroer müssen die Hoxfelder seit dieser Saison auch ohne die langen Jörg Demes, Marcin Chmielewski und Niko Kaplan auskommen. Das Team musste sich nach diesen Abgängen schütteln, raufte sich zusammen, bündelte die Kräfte und bekam mit Haris Dzaferagic einen Coach als Nachfolger von Spielertrainer Dunker, der auch die jungen Akteure an die gehobenen Ansprüche mit viel Gespür heranführte. „Wie spielen nun ein komplett anderes System“, erklärt Holtkamp. Und über den Coach sagt er: „Mit Haris kann man Spaß haben. Er kann aber auch anders. Und das ist gut so.“
 
Das größte Pfund ist Geschlossenheit

Der 20-jährige Charbel Stanbouli und der 18-jährige Simon Rambo stießen neu zum Team und entsprangen wie fast alle der eigenen Jugend. Der erfahrene Center Steffen Döhler dagegen kehrte zurück in die Kreisstadt und profitiert besonders vom neuen Spielsystem. Das größte Pfund, so Holtmann, sei jedoch die Geschlossenheit. „Im Vergleich zu unserer Konkurrenz haben wir gleich drei, vier Spieler, die regelmäßig hoch punkten können“, so Holtkamp.

Schon vor dem Start in die neue Runde, als der RC Borken-Hoxfeld den Oberligisten Königshardt aus dem WBV-Pokal warf, habe man gemerkt, dass es eine besondere Spielzeit werden könnte. „Nun wissen wir, dass wir es in der Liga mit jedem aufnehmen können“, meint Holtkamp und hofft, dass die Erfolgsserie noch lange anhält. Und dann am Saisonende dort mündet, wo die Überqualifizierten hingehören: Eine Spielklasse höher.

Quelle: Borkenerzeitung

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